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	<description>Max Steinbeis blogt über die Welt des Verfassungsrechts (und andere schöne Dinge)</description>
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		<title>Vorratsdatenspeicherung: Verständnis für das BVerfG</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 12:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[EuGH]]></category>
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		<category><![CDATA[innere Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ging ja fix: Das Urteil ist keine zwei Wochen alt, schon gibt es erste Analysen aus der Wissenschaft. Im neuen German Law Journal bemüht sich Christian DeSimone darum, Verständnis für die Linie des Ersten Senats zwischen Schonung der EU-rechtlichen Kompetenzstrukturen und Verteidigung der Grundrechte zu wecken.
DeSimone zufolge stand der Senat vor zwei Alternativen:
The BVerfG [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/vorratsdatenspeicherung-verstndnis-fr-das-bverfg/">Vorratsdatenspeicherung: Verständnis für das BVerfG</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ging ja fix: Das Urteil ist keine zwei Wochen alt, schon gibt es erste Analysen aus der Wissenschaft. Im neuen <a href="http://www.germanlawjournal.com/index.php?pageID=11&amp;artID=1240">German Law Journal</a> bemüht sich Christian DeSimone darum, Verständnis für die Linie des Ersten Senats zwischen Schonung der EU-rechtlichen Kompetenzstrukturen und Verteidigung der Grundrechte zu wecken.</p>
<p>DeSimone zufolge stand der Senat vor zwei Alternativen:</p>
<blockquote><p>The BVerfG might have continued to honor Solange II precedent and not stood in the way of the implementation of European Law through the GNTR, which was nonetheless unconstitutional by standards of German jurisprudence. This would have been a boon for German security hawks as they would have gained a back‐door method of passing legislation that Germany&#8217;s Constitutional Court otherwise would nullify. The BVerfG also could have diverged from Solange II and ruled that the ECJ no longer adequately protects basic liberties consistent with German law or issued a blanket retention ban, and reasserted its own jurisdiction. Divergence would have presented a supranational legal crisis with adverse impact on European Union integration.</p></blockquote>
<p>In dieser Situation habe der Senat einen respektablen Mittelweg gewählt.</p>
<p>Die dritte und meiner Meinung nach eigentlich korrekte Alternative &#8211; Vorlage an den EuGH &#8211; erwähnt er überhaupt nicht, eigenartigerweise.</p>
<p><strong>Update</strong>: Unterdessen werden jetzt Vollmachten gesammelt, um nach dem VDS-Vorbild jetzt auch <a href="https://petition.foebud.org/ELENA">ELENA</a> mit einer Massen-Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe zu killen.</p>
<p><a href="http://verfassungsblog.de/vorratsdatenspeicherung-verstndnis-fr-das-bverfg/">Vorratsdatenspeicherung: Verständnis für das BVerfG</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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		<title>Mein Buch ist da</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 22:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Werke]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mein Roman Pascolini ist erschienen. Seit kurzem liegt das Buch in allen vernünftigen Buchhandlungen auf den Tischen. Verfassungsrecht spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Aber wer den Blog gern liest, wird auf seine Kosten kommen.
Am Dienstag ist Premiere im Literaturhaus in München. Leser des Verfassungsblogs sind besonders willkommen!


Mein Buch ist da is a post from: [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/mein-buch-ist-da/">Mein Buch ist da</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zehnseiten.de/start.php?dl=1&amp;id=88"><img class="alignnone" title="Pascolini" src="http://www.pascolini.de/wp-content/uploads/2010/03/MaximilianSteinbeis_Pascolini-1.jpg" alt="" width="464" height="329" /></a></p>
<p>Mein Roman <a href="http://www.pascolini.de">Pascolini</a> ist erschienen. Seit kurzem liegt das Buch in allen vernünftigen Buchhandlungen auf den Tischen. Verfassungsrecht spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Aber wer den Blog gern liest, wird auf seine Kosten kommen.</p>
<p>Am Dienstag ist <a href="http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/veranstaltung.asp?ID=7579">Premiere</a> im Literaturhaus in München. Leser des Verfassungsblogs sind besonders willkommen!</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version<br />
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<p><a href="http://verfassungsblog.de/mein-buch-ist-da/">Mein Buch ist da</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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		<title>Wir verschenken unsere Stimme an die armen Negerlein</title>
		<link>http://verfassungsblog.de/wir-verschenken-unsere-stimme-die-armen-negerlein/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 17:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verfassungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Was die anderen machen]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dieses Projekt aus Großbritannien hat mich ein Leser meines letzten Texts aufmerksam gemacht: Giveyourvote.org
Die Idee ist im Kern diese: Wir treten unsere Wählerstimme an all die armen Leute in der Dritten Welt ab, die unter den Taten unserer Regierungen zu leiden haben, aber bei deren Wahl nicht mitstimmen dürfen. Dürfen sie künftig doch: weil [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/wir-verschenken-unsere-stimme-die-armen-negerlein/">Wir verschenken unsere Stimme an die armen Negerlein</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dieses Projekt aus Großbritannien hat mich ein Leser meines letzten Texts aufmerksam gemacht: <a href="http://giveyourvote.org/more.html">Giveyourvote.org</a></p>
<p>Die Idee ist im Kern diese: Wir treten unsere Wählerstimme an all die armen Leute in der Dritten Welt ab, die unter den Taten unserer Regierungen zu leiden haben, aber bei deren Wahl nicht mitstimmen dürfen. Dürfen sie künftig doch: weil wir ihnen einfach unsere Stimme leihen.</p>
<blockquote><p>Who decides how we address climate change? Who decides how we combat  global poverty? Who decides when war is legal? Who decides when  migration is a crime? In today’s world where democracy stops at the border, the people who  make these decisions are not accountable to the people they affect.<strong>Give Your Vote is empowering people in the UK and abroad to  directly challenge this lack of accountability, here and now, by sharing  one of their most valuable political rights  &#8211; the right to vote.</strong></p></blockquote>
<p>Das ist ja ganz süß. Und an der Beobachtung, dass Wahlen international mächtige Regierungen hervorbringen, aber diese nur national legitimieren, ist sicherlich was dran.</p>
<p>Aber diese sicher lieb gemeinte Idee ist derart offensichtlich ungeeignet, das Problem auch nur ansatzweise zu lösen, dass es mir schwerfällt, nicht sarkastisch zu werden.</p>
<p>Selbst wenn man mal unterstellt, es gelänge, tatsächlich einen nennenswerten Teil der britischen Wählerschaft zum Verleihen ihrer Stimme zu mobilisieren: Wer soll die Stimme dann bekommen? Wer entscheidet denn darüber, und mit welcher Legitimation?</p>
<p>Wenn ich jetzt, Max Steinbeis aus Deutschland, den Finger hebe und sage, ich hätte bitte gern eine Leihstimme, um die Euroskeptiker von der Regierung fernhalten zu helfen &#8211; mit welchem Argument will man mir dieses Ansinnen versagen? Dass die Stimmen nur für die armen Negerlein in Afrika gedacht sind, vielleicht?</p>
<p>Das ganze riecht nach Links-Paternalismus und ist ein weiteres Exemplar einer lieben, törichten Wohlfühl-Kampagne à la <a href="http://blog.newsweek.com/blogs/thehumancondition/archive/2010/01/08/what-color-is-your-bra-facebook-s-pointless-underwear-protest.aspx">Unterwäschen-Farbe-Status-Update-against-Breast-Cancer-on-Facebook</a>. This is exactly what gives liberal activism a bad name.</p>
<p><a href="http://verfassungsblog.de/wir-verschenken-unsere-stimme-die-armen-negerlein/">Wir verschenken unsere Stimme an die armen Negerlein</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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		<title>Warum ich gegen die Wahlpflicht bin</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 09:26:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Werke]]></category>
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		<description><![CDATA[crossgepostet auf The European
Da dürfen die Leute endlich wählen, und dann gehen sie nicht hin. Sie gehen im Sommer lieber baden und legen sich im Winter lieber vor den Kamin, die faulen Säcke. Sie schimpfen über „die da oben“ und verachten die schmutzige Politik, aber selbst sind sie nicht einmal in der Lage, ein lappiges [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/warum-ich-gegen-die-wahlpflicht-bin/">Warum ich gegen die Wahlpflicht bin</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>crossgepostet auf <a href="http://www.theeuropean.de/2608-max-steinbeis/2609-warum-ich-gegen-die-wahlpflicht-bin">The European</a></em></p>
<p><em><a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=413533&amp;mode=search"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" title="(c) Stephanie Bröge, Pixelio, cc" src="http://images.pixelio.de/data/media/124/IMG_0414.jpg" alt="" width="234" height="301" /></a></em>Da dürfen die Leute endlich wählen, und dann gehen sie nicht hin. Sie gehen im Sommer lieber baden und legen sich im Winter lieber vor den Kamin, die faulen Säcke. Sie schimpfen über „die da oben“ und verachten die schmutzige Politik, aber selbst sind sie nicht einmal in der Lage, ein lappiges Kreuzchen auf den Wahlzettel zu malen. Das geht doch nicht. Wo kommen wir denn da hin. Wenn sie nicht freiwillig wählen gehen, dann muss man sie eben zwingen.</p>
<p>Das Gerede von der Wahl als „staatsbürgerlicher Pflicht“ hat etwas eigentümlich Freudloses, Zopfiges und Gouvernantenhaftes. Als sei Politik eine Härte, eine Last, die man gemeinsam tragen muss, ohne dass sich einer drückt. So etwas wie Wehrdienst oder Steuern zahlen. Daraus spricht die deutsche Lust, den Nebenmann zu belehren, zu schleifen und zu schurigeln, um einer Gemeinschaft willen, die sich nicht von selbst versteht und deshalb allerhand Zusammenhalt stiftender Exerzitien bedarf.</p>
<h4>Nicht nur nutzlos, sondern schädlich</h4>
<p>Ich halte die Wahlpflicht aber nicht nur für einen unsympathischen Gedanken, sondern auch für einen ausgemachten Blödsinn, und zwar aus zwei Gründen: Erstens bringt’s nichts. Zweitens schadet es noch.</p>
<p>Natürlich ist es nicht schön, dass in Deutschland so viele Leute so griesgrämig über Politik und Demokratie denken und reden. In einer Demokratie gibt es keinen Lieben Gott und keinen väterlichen Monarchen, der auf uns aufpasst und dafür sorgt, dass uns nichts Übles widerfährt. Das müssen wir schon selber tun. Wer über die Politiker schimpft, der meint in Wahrheit nicht selten die Zumutung, sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern zu müssen. Was im Übrigen nichts Neues ist: Über diese krypto-obrigkeitsstaatliche Befindlichkeit sorgen wir seit 40 Jahren. Schon 1966 prägte der Politikwissenschaftler Ernst Fraenkel den Begriff „Parlamentsverdrossenheit“. Er hat uns seither nicht verlassen.</p>
<p>Zurück zur Wahlpflicht: Was würde passieren, wenn man sie einführte? Würde dadurch auch nur ein einziger Politikverdrossener politikvergnügt? Wohl kaum. Im Gegenteil: Damit würde quasi amtlich, was die Politikverdrossenen ohnehin schon insgeheim argwöhnen – dass die demokratische Verantwortung der Bürger für ihr eigenes politisches Schicksal eine Last ist, die man allenfalls widerstrebend auf sich nimmt. Ein Anspruch, den der Staat an das Volk stellt und notfalls mit aller Autorität der Obrigkeit durchsetzt.</p>
<h4>Spirale der sich selbst reproduzierenden Unzufriedenheit</h4>
<p>Nun kann man einwenden, dass mit der Wahlpflicht immerhin die Demokratie wieder repräsentativer würde: Wenn jeder wählen muss, dann ist auch jeder im Parlament vertreten. Dann würde der Bundestag wieder zu einem Spiegelbild der Gesellschaft, in dem sich alle Interessen proportional zur ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Stärke wiederfinden und politisch wirksam werden.</p>
<p>Schön wär’s. Die meisten Nichtwähler haben sich aber bei ihrer Wahlenthaltung etwas gedacht, vielleicht etwas Ungehöriges, vielleicht sogar etwas Undemokratisches, aber jedenfalls ist sie ihnen nicht nur einfach so passiert. Die Wahlen würden, wenn es eine Pflicht zur Teilnahme gäbe, noch stärker den Charakter von „Protest“- und „Denkzettel“-Wahlen annehmen: Man bringt damit nicht zum Ausruck, dass man für etwas ist und diesem Etwas politisch Geltung verschaffen will, sondern dass man gegen etwas ist, auf mehr oder weniger fundamentaler Ebene. Eine solche Wahl ist Gestaltungsauftrag, sondern ein Obstruktionsauftrag. Sie macht Politik schwerer und schmälert ihre Erfolgschancen und nährt damit die Politikverdrossenheit weiter; eine Spirale der sich selbst reproduzierenden Unzufriedenheit würde entstehen.</p>
<p>Und das soll die Demokratie stärken? Na, vielen Dank.</p>
<p><a href="http://verfassungsblog.de/warum-ich-gegen-die-wahlpflicht-bin/">Warum ich gegen die Wahlpflicht bin</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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		<title>BVerfG stärkt Eigentum bei Fluglärm</title>
		<link>http://verfassungsblog.de/bverfg-strkt-eigentum-bei-fluglrm/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Karlsruhe locuta]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer das Pech hat, mit seinem Häuschen einem öffentlichen Großvorhaben weichen zu müssen, wird entschädigt. Er bekommt, give or take, den Wert seines Häuschens vom Staat erstattet. Aber wie stellt man diesen Wert fest? Was ist ein Häuschen, das bekanntermaßen einem Großvorhaben weichen muss, überhaupt wert?

Das BVerfG hat in einem heute veröffentlichten Kammerbeschluss einen Pfosten [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/bverfg-strkt-eigentum-bei-fluglrm/">BVerfG stärkt Eigentum bei Fluglärm</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer das Pech hat, mit seinem Häuschen einem öffentlichen Großvorhaben weichen zu müssen, wird entschädigt. Er bekommt, give or take, den Wert seines Häuschens vom Staat erstattet. Aber wie stellt man diesen Wert fest? Was ist ein Häuschen, das bekanntermaßen einem Großvorhaben weichen muss, überhaupt wert?</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/people/n3ck/"><img class="alignnone" title="(c) AlPie Flickr cc" src="http://farm3.static.flickr.com/2026/2241981473_f8b955b91d.jpg" alt="" width="438" height="254" /></a></p>
<p>Das BVerfG hat in einem heute veröffentlichten <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100223_1bvr273608.html">Kammerbeschluss</a> einen Pfosten für die Häuschenbesitzer eingeschlagen: Den Wert zum Zeitpunkt der Anspruchstellung (wo das Häuschen längst entwertet ist) zu ermitteln, verletzt das Grundrecht auf Eigentum, Art. 14 GG.</p>
<p>Der Fall betrifft einen Anwohner des künftigen Flughafens Berlin-Brandenburg im idyllischen Schönefeld, dessen Haus künftig mitten in der Anflugschneise der Startbahn Süd liegen wird. Wohnen wird man dort nicht mehr können. Die Regularien sahen vor, dass das Grundstück an die Flughafengesellschaft geht und der Eigentümer dafür den Verkehrswert erstattet bekommt. Die Krux ist der Stichtag, in diesem Fall der Zeitpunkt der Antragstellung: Da war das Grundstück längst nur noch so viel wert, wie ein unbewohnbares Fluglärm-Grundstück eben wert ist.</p>
<h4>&#8220;Niemand ist eine Insel&#8221; vs. &#8220;My Home is my Castle&#8221;</h4>
<p>Nun kann man sagen, und das haben die Verwaltungsgerichte in diesen Fällen offenbar auch getan, dass Eigentum eben der Allgemeinheit verpflichtet sei und es keinen absoluten Schutz vor Wertverlust gebe: Niemand ist eine Insel, und wenn durch das Handeln A das Grundstück von B an Wert verliert, dann geschieht damit B noch lange nicht automatisch ein Unrecht, für das A in vollem Umfang aufzukommen hätte.</p>
<p>Die 3. Kammer des Ersten Senats fordert indessen eine differenziertere Sichtweise: Das selbst bewohnte Haus sei Eigentum von anderer Art als, sagen wir, die Aktie im Wertpapierdepot.</p>
<blockquote><p>Soweit das Eigentum die persönliche Freiheit des Einzelnen im vermögensrechtlichen Bereich sichert, genießt es einen besonders ausgeprägten Schutz (&#8230;) Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Grundstück den wesentlichen Teil des Vermögens des Pflichtigen bildet und die Grundlage seiner privaten Lebensführung einschließlich seiner Familie darstellt. In solchen Fällen tritt die Aufgabe der Eigentumsgarantie, dem Träger des Grundrechts einen Freiraum im vermögensrechtlichen Bereich zu sichern und ihm damit eine eigenverantwortliche Gestaltung des Lebens zu ermöglichen, in den Vordergrund.</p></blockquote>
<p>Den betroffenen Eigentümern bliebe faktisch nichts anderes übrig, als ihr Eigentum aufzugeben und sich ein anderes Haus zu suchen. Ein anderes, mit ihrem bisherigen Eigentum vergleichbares Haus könnten sie sich aber mit der Entschädigung nicht leisten. Das könne nicht sein.</p>
<p><a href="http://verfassungsblog.de/bverfg-strkt-eigentum-bei-fluglrm/">BVerfG stärkt Eigentum bei Fluglärm</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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		<title>Die Angst der Deutschen vor dem Internet</title>
		<link>http://verfassungsblog.de/die-angst-der-deutschen-vor-dem-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verfassungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[72 Prozent halten das Netz für einen gefährlichen Ort, um seine Meinung frei zu äußern &#8211; mehr als in jedem anderen Land. So eine aktuelle Studie, die die BBC in Auftrag gegeben hat.
Warum? Was erschreckt uns mehr als die anderen? Sind wir besonders leicht einzuschüchtern? Oder tatsächlich in größerer Gefahr?
Was ist da los?

Die Angst der [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/die-angst-der-deutschen-vor-dem-internet/">Die Angst der Deutschen vor dem Internet</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>72 Prozent halten das Netz für einen <a href="http://news.bbc.co.uk/1/shared/bsp/hi/pdfs/08_03_10_BBC_internet_poll.pdf">gefährlichen Ort</a>, um seine Meinung frei zu äußern &#8211; mehr als in jedem anderen Land. So eine aktuelle Studie, die die <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8548190.stm">BBC</a> in Auftrag gegeben hat.</p>
<p>Warum? Was erschreckt uns mehr als die anderen? Sind wir besonders leicht einzuschüchtern? Oder tatsächlich in größerer Gefahr?</p>
<p>Was ist da los?</p>
<p><img src="file:///Users/maxsteinbeis/Library/Caches/TemporaryItems/moz-screenshot.png" alt="" /><img src="file:///Users/maxsteinbeis/Library/Caches/TemporaryItems/moz-screenshot-1.png" alt="" /><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8548190.stm"><img class="alignnone size-full wp-image-712" title="Angst vor dem Internet" src="http://verfassungsblog.de/wp-content/uploads/2010/03/Angst-vor-dem-Internet.jpg" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://verfassungsblog.de/die-angst-der-deutschen-vor-dem-internet/">Die Angst der Deutschen vor dem Internet</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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		<title>EGMR stärkt Diskriminierungsschutz für Homosexuelle</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Schwulen und lesbischen Paaren Rechte vorzuenthalten, die Hetero-Paare genießen, verletzt im Regelfall die Europäische Menschenrechtskonvention. Das Argument, das sei zum gebotenen Schutz der klassischen Ehe halt nötig, leuchtet niemandem mehr ein &#8211; auch nicht dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, wie das letzte Woche ergangene Urteil Kozak vs. Polen zeigt.
Herr Kozak wollte nach [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/egmr-strkt-diskriminierungsschutz-fr-homosexuelle/">EGMR stärkt Diskriminierungsschutz für Homosexuelle</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Schwulen und lesbischen Paaren Rechte vorzuenthalten, die Hetero-Paare genießen, verletzt im Regelfall die Europäische Menschenrechtskonvention. Das Argument, das sei zum gebotenen Schutz der klassischen Ehe halt nötig, leuchtet niemandem mehr ein &#8211; auch nicht dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, wie das letzte Woche ergangene Urteil <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=html&amp;documentId=863720&amp;portal=hbkm&amp;source=externalbydocnumber&amp;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649">Kozak vs. Polen</a> zeigt.</p>
<p>Herr Kozak wollte nach dem Tod seines Partners dessen Wohnung übernehmen. Dabei war allerhand strittig, aber am Ende bekam er die Wohnung nicht, weil die Gerichte fanden, die (inzwischen korrigierte) Anspruchsgrundlage auf Übernahme des Mietvertrages gelte nur für eheähnliche Paare &#8211; also nur für Heteros.</p>
<p>Mag sein, sagt der EGMR und fragt nach Argumenten, die eine solche Ungleichbehandlung rechtfertigen können:</p>
<blockquote><p>Striking a balance between the protection  of the traditional family and the Convention rights of sexual minorities  is, by the nature of things, a difficult and delicate exercise, which  may require the State to reconcile conflicting views and interests perceived  by the parties concerned as being in fundamental opposition. Nevertheless,  having regard to the State&#8217;s narrow margin of appreciation in adopting  measures that result in a difference based on sexual orientation (&#8230;), a blanket exclusion of persons living in a homosexual  relationship from succession to a tenancy cannot be accepted by the  Court as necessary for the protection of the family viewed in its traditional  sense (&#8230;). Nor have any convincing or compelling  reasons been advanced by the Polish Government to justify the distinction  in treatment of heterosexual and homosexual partners at the material  time.</p></blockquote>
<p>Dass die Regelung, die auf Eheähnlichkeit abstellte, inzwischen abgeschafft ist, wertet der EGMR als zusätzliches Indiz dafür, dass niemandem ein legitimer Grund eingefallen ist, warum Homos schlechter zu stellen sind als Heteros.</p>
<p>(<a href="http://echrblog.blogspot.com/2010/03/key-judgments-of-last-week.html">Via</a>)</p>
<p><a href="http://verfassungsblog.de/egmr-strkt-diskriminierungsschutz-fr-homosexuelle/">EGMR stärkt Diskriminierungsschutz für Homosexuelle</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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		<title>EuGH steht vor Grundsatzentscheidung zu Genpatenten</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[EuGH]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Geistiges Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde]]></category>
		<category><![CDATA[Patentrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie weit reicht der Patentschutz für genmanipulierte Pflanzen in Europa? Derzeit ist vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein Verfahren anhängig, in dem es um Gen-Soja von Monsanto geht, genauer: um Sojamehl aus Argentinien, das zu erheblichen Teilen aus patentiertem Gen-Soja hergestellt worden war. Generalanwalt Paolo Mengozzi hat jetzt seine Schlussanträge (C-428/08)  vorgelegt und strebt [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/eugh-steht-vor-grundsatzentscheidung-zu-genpatenten/">EuGH steht vor Grundsatzentscheidung zu Genpatenten</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/usdagov/"><img class="alignright" title="(c) USDA Flickr cc" src="http://farm5.static.flickr.com/4071/4273588917_03dfb622e6.jpg" alt="" width="150" height="148" /></a>Wie weit reicht der Patentschutz für genmanipulierte Pflanzen in Europa? Derzeit ist vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein Verfahren anhängig, in dem es um Gen-Soja von Monsanto geht, genauer: um Sojamehl aus Argentinien, das zu erheblichen Teilen aus patentiertem Gen-Soja hergestellt worden war. Generalanwalt Paolo Mengozzi hat jetzt seine <a href="http://curia.europa.eu/jurisp/cgi-bin/form.pl?lang=DE&amp;Submit=rechercher&amp;numaff=C-428/08">Schlussanträge</a> (C-428/08) <strong> </strong>vorgelegt und strebt erklärtermaßen an, diese Frage ganz grundsätzlich vom Gerichtshof beantworten zu lassen.</p>
<p>Monsanto hat in Argentinien kein Patent, wollte aber sein europäisches Patent auf das importierte Mehl angewandt sehen. Argument: In dem Mehr ist massenhaft patentierte DNA, und darauf bezieht sich ja dann das Patent.</p>
<p>Mengozzi sieht das anders: Das Patent könne nicht bedeuten, dass Monsanto diese DNA-Sequenz in aller Konsequenz gehört. Patentiert sei nicht die Entdeckung eines Gens, das auch vorher schon da war, sondern die Erfindung einer Nutzbarmachung dieses Gens, die vorher eben noch nicht da war und deshalb prämierenswert ist.</p>
<p>Würde man Monsanto uneingeschränkten Patentschutz zugestehen, dann könnte diese Firma überall, wo diese DNA-Sequenz auftaucht, ihre Rechte geltend machen. Wenn ich die Sojabohnen an meine Kuh verfüttere und die DNA-Sequenz dann im Kuhfladen dieser Kuh landet und ich den auf den Misthaufen schaufle und den Mist später aufs Feld fahre und dort Kartoffeln anpflanze &#8211; solange die DNA-Sequenz nachweisbar ist, hat Monsanto seine Hand drauf. Das, so Mengozzi, kann nicht sein.</p>
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		<title>BVerfG: Grundrechte und apokalyptische Esoterik sind zweierlei</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Karlsruhe locuta]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass das Bundesverfassungsgericht eine Institution der Aufklärung ist, zeigt dankenswerterweise wieder einmal der heute veröffentlichte Beschluss, eine Verfassungsbeschwerde gegen den neuen Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf nicht zur Entscheidung anzunehmen.
Wenn ich das richtig verstehe, haben die Beschwerdeführer Angst, dass der Teilchenbeschleuniger ein Mini-Schwarzes-Loch entstehen lässt, in dem dann &#8211; puff! &#8211; die ganze Welt mit [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/bverfg-grundrechte-und-apokalyptische-esoterik-sind-zweierlei/">BVerfG: Grundrechte und apokalyptische Esoterik sind zweierlei</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/people/25031226@N04/"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" title="(c) freyjo Flickr cc" src="http://farm3.static.flickr.com/2134/2538652702_0a420b283b.jpg" alt="" width="207" height="272" /></a>Dass das Bundesverfassungsgericht eine Institution der Aufklärung ist, zeigt dankenswerterweise wieder einmal der heute veröffentlichte <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100218_2bvr250208.html">Beschluss</a>, eine Verfassungsbeschwerde gegen den neuen Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf nicht zur Entscheidung anzunehmen.</p>
<p>Wenn ich das richtig verstehe, haben die Beschwerdeführer Angst, dass der Teilchenbeschleuniger ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Micro_Black_Hole">Mini-Schwarzes-Loch</a> entstehen lässt, in dem dann &#8211; puff! &#8211; die ganze Welt mit Mann und Maus und Erde und Planetensystem verschwindet wie der Dreck unterm Teppich im Staubsauger.</p>
<p>Zu den Sünden meiner Jugend gehört zwar auch ein unglückseliges Semester Physik an der TH Darmstadt, aber ich verstehe nicht annähernd genug von der Sache, um über die möglichen Gefahren eines Large-Hadron-Colliders eine fundierte eigene Meinung zu haben.</p>
<p>Dieses rätselhafte gewaltige Experiment, bei dem unvorstellbar kleine Teilchen mit unvorstellbar hoher Energie aufeinanderprallen und dabei in unvorstellbar kurzer Zeit Unvorstellbares passiert &#8211; da kann man es schon mit der Angst kriegen.</p>
<h4>Apokalyptiker</h4>
<p>Früher ist ständig was Unvorstellbares passiert, mal hat es roten Sand (= Blut) geregnet, mal ist ein komischer Stern am Himmel erschienen, mal sind alle Kühe gestorben, und jedes Mal waren sich die Leute sicher: Das muss doch was bedeuten, und was soll es bedeuten, wenn nicht das bevorstehende Ende aller Zeiten?</p>
<p>Heute sind Unvorstellbarkeiten seltener geworden, und deshalb kommt uns das merkwürdig vor, dass Leute mit flackerndem Blick vor der Zeitenwende warnen. Das ist aber nicht merkwürdig. Das ist ganz normal.</p>
<p>So wenig also ich oder die drei Herren von der 2. Kammer des Zweiten Senats von Physik verstehen &#8211; eins ist auch so klar: Hier wird niemandem etwas angetan, niemand wird verletzt und schon gar nicht umgebracht (Art. 2 II 1). Hier hat bloß jemand furchtbar Angst. Das ist nicht schön. Aber keine Grundrechtsverletzung.</p>
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		<title>Unsere Jungs im Verfassungsgericht</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 14:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Steinbeis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verfassungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Richterwahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Andreas Paulus, seit heute Verfassungsrichter, ist 41 &#8211; der jüngste Verfassungsrichter, den wir je hatten. Den Ehrentitel hatte bisher Paul Kirchhof inne, der war 1987, als er sein Amt antrat, 44.
Andreas Voßkuhle, seit heute Präsident des Verfassungsgericht, ist 46 &#8211; der jüngste Verfassungsgerichtspräsident, den wir je hatten. Wer sein Vorgänger ist, weiß ich gar nicht, [...]<p><a href="http://verfassungsblog.de/unsere-jungs-im-verfassungsgericht/">Unsere Jungs im Verfassungsgericht</a> is a post from: <a href="http://verfassungsblog.de">Verfassungsblog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Paulus, seit heute Verfassungsrichter, ist 41 &#8211; der jüngste Verfassungsrichter, den wir je hatten. Den Ehrentitel hatte bisher Paul Kirchhof inne, der war 1987, als er sein Amt antrat, 44.</p>
<p>Andreas Voßkuhle, seit heute Präsident des Verfassungsgericht, ist 46 &#8211; der jüngste Verfassungsgerichtspräsident, den wir je hatten. Wer sein Vorgänger ist, weiß ich gar nicht, es hat bisher, soweit ich weiß, keine rechte Rolle gespielt.</p>
<p>Jetzt spielt es eine Rolle. Andreas Paulus heute im <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1137962/">Deutschlandfunk</a>-Interview:</p>
<blockquote><p>Aber es bedeutet eben auch, dass Themen wie die Vorratsdatenspeicherung natürlich für mich eine große Rolle spielen, weil diese Technologie gerade auch bei meinen Altersgenossen eine größere Rolle spielen als bei einigen Älteren &#8211; nicht bei allen, bei einigen Älteren -, und die Internationalisierung macht sich bemerkbar in Lebensläufen und in Erlebnissen.</p></blockquote>
<p>Im Ersten Senat jedenfalls sitzt künftig einer, der der in Amerika genauso zu Hause ist wie in Deutschland, der sich genauso selbstverständlich online informiert wie aus der Zeitung, der weiß, wie es ist, in einem weltumspannenden und über das Internet kommunizierenden Netzwerk von Beziehungen zu leben.</p>
<p>Einer von uns halt.</p>
<p>Im Zweiten Senat gehen im Herbst Broß und Osterloh, dann geht da richtig was. Gut, die CSU wird ihren Tribut fordern, aber einen Broß 2.0 werden auch die nicht mehr schicken können.</p>
<p>Richter, die besonders jung ins Amt kommen, sind schon was Besonderes. Für andere ist Karlsruhe nach einem langen Juristenleben der ehrenvolle Abschluss einer Karriere, sie dagegen stehen auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft und ihres Gestaltungsdrang. Bei Kirchhof war das wahrhaftig nicht zu übersehen. Di Fabio (bei Amtsantritt 45) ist auch so ein Beispiel.</p>
<p>Kirchhof war der Jüngste Verfassungsrichter der Reagan-Ära. Di Fabio der der Bush-Ära. Paulus? Na, ist doch klar. Yes, he can. Okay, die empirische Basis ist verdammt dünn, aber die Vorstellung einer Korrelation von Jüngster-Verfassungsrichter-mit-überproportionalem-Einfluss zu US-Präsidentschaften hat was, oder?</p>
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