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Zugang im Lockdown

Die Pandemie hat Deutschland vielerorts ins Home Office gezwungen, darunter auch Forscher*innen, Lehrende und Studierende. Mit unserem Symposium „Zugang im Lockdown“ wollen wir wissen: Wie verändert die Pandemie die deutsche Rechtswissenschaft? Was tut sich beim wissenschaftlichen Publizieren, in der Lehre und im akademischen Alltag, wenn Universitäten und Bibliotheken geschlossen bleiben? Rechtswissenschaftler:innen berichten dazu von ihren vielfältigen Erfahrungen während der letzten eineinhalb Jahre. Das Symposium ist Teil unseres BMBF-geförderten Projekts „Offener Zugang zu Öffentlichem Recht“ (OZOR).

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Normale Zeiten

Über Pandemie, Asyl, Afghanistan, Fluchthilfe, Sonnencreme und den Drang, in Ruhe gelassen zu werden

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Normal Times

On the pandemic, asylum, Afghanistan, refugees, sunscreen lotion, and the urge to be left alone

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Volume 3, Issue 1

April 2021

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Wir suchen möglichst schnell eine leidenschaftliche Verfassungsjurist_in (m/w/d) für unser Redaktionsteam in Berlin.

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27 Juli 2021

YouTube vs. das NetzDG

Nachdem es hierzu in den vergangenen Tagen schon Gerüchte gab, hat das Verwaltungsgericht Köln heute bestätigt, dass Google Ireland Limited, welche YouTube betreibt, in der Hauptsache negative Feststellungsklage gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem VG Köln erhoben und parallel Eilrechtsschutz beantragt hat. Google möchte klären,  dass der neue § 3a NetzDG (sog. BKA-Meldepflicht) sowie der neue § 4a Abs. 3 NetzDG (Auskunftspflicht des Anbieters im Aufsichtsverfahren) unwirksam sind, beziehungsweise hieraus keine Pflichten für YouTube folgen. Wenn YouTube hier Erfolg hat, könnte das wohl das ganze NetzDG zu Fall bringen. Continue reading >>
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26 Juli 2021

Warum die Kanzlerin sich gegen Mehrheiten mithilfe der AfD stellen darf

Das Bundesverfassungsgericht hat gerade darüber mündlich verhandelt, ob die Kanzlerin die Wahl eines Thüringer Ministerpräsidenten mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD im Februar 2020 einen „unverzeihlich[en]“ Vorgang nennen durfte, der „rückgängig gemacht werden“ müsse, weil er „mit einer Grundüberzeugung für die CDU“ und auch für sie gebrochen habe, „dass nämlich keine Mehrheiten mit Hilfe der AfD gewonnen werden sollen“. Es scheint keineswegs ausgeschlossen, dass das Gericht in diesen Äußerungen, wenn es sie als amtliche einstuft, einen Verfassungsverstoß sieht. Das zeigt, dass in der Rechtsprechung des BVerfG bislang das Recht zur kommunikativen Verteidigung der Verfassung zu kurz kommt: Die verfassungsrechtlichen Neutralitäts- und Sachlichkeitsgebote dürfen nicht das Recht zur Verfassungstreue relativieren. Continue reading >>

Unterbrochene Verweiskette

Auch andere Wissenschaften sind Textwissenschaften, aber nirgends huldigt man dem Textbezug so ernst wie in der Rechtswissenschaft. Was sich ahnen lässt: Der Textbezug der Rechtswissenschaft ist grenzenlos. Beschränken kann uns nur Vernunft. Oder wegen der Pandemie geschlossene Bibliotheken. Continue reading >>
24 Juli 2021

Facebook, der Hass und seine Regeln

Seit Donnerstag verhandelt der BGH über die Grenzen der Meinungsfreiheit in sozialen Netzwerken. Konkret geht es darum, ob Facebook Inhalte löschen darf, die gegen die unternehmenseigenen Vorgaben zum Verbot von Hassrede verstoßen und in diesem Kontext auch Nutzerkonten sperren kann. Kern des Problems ist die Frage, in welchem Ausmaß Facebook und andere große soziale Netzwerke Rücksicht auf die Meinungsfreiheit ihrer Nutzer zu nehmen haben. Nach vorläufiger Auffassung des III. Zivilsenats darf Facebook auch Inhalte unterhalb der Strafbarkeitsschwelle sanktionieren. Das mag manche Verteidiger der Meinungsfreiheit verwundern und verärgern, ist in der Sache aber richtig. Continue reading >>
23 Juli 2021

Towards a Radical Revision of the Northern Ireland Protocol?

The UK Government’s Command Paper released on 21 July 2021 urges a renegotiation of the Protocol on Ireland/Northern Ireland, which forms part of the EU-UK Withdrawal Agreement. The EU has already indicated that a renegotiation is out of the question. In fact, this blog post argues that it would be constitutionally impossible for the EU to agree to the UK’s proposals without agreeing to a radical revision of the Protocol that would endanger the achievement of its overall aims. In addition, the invocation of Article 16 (the safeguards clause) as discussed in the Command Paper would not resolve the underlying issues either and the UK Government knows this. But that leaves the question: What is the Command Paper really about? Continue reading >>

A new chance for democracy in Moldova

On 11 July 2021, Moldovans elected the 11th legislature of the country and, for the first time, voted overwhelmingly for a pro-Western political party. The results are proof of a high desire for change in Moldova, and a reorientation towards Europe. The elections came after a months-long tug of war between the pro-Western and the Socialist political forces, involving attempts by both parties to politicize the Constitutional Court and the Central Electoral Commission. Continue reading >>
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21 Juli 2021

Das letzte Wort ist ein entflogener Spatz

Etwas mehr als ein Jahr ist es her seit das Bundesverfassungsgericht die Rechtfertigung des Europäischen Gerichtshofs für das Ankaufsprogramm der Europäische Zentralbank für Staatsanleihen als "nicht mehr nachvollziehbar und daher objektiv willkürlich" verworfen hat. Ob das EZB-Urteil letztendlich richtig oder falsch war, ist dabei eine müßige Frage. Es werden wahrscheinlich beide Seiten an ihrer Sichtweise festhalten. Deshalb ist interessanter, wie sich dieser Widerspruch rechtlich auflösen lässt. Drei Wege sind dafür denkbar. Continue reading >>
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20 Juli 2021

Does Where You (Legally) Stand Depend On Where You Sit?

On July 8, 2021, the Israeli Supreme Court rejected the petitions challenging Basic Law: Israel as the Nation of the Jewish People, enacted almost three years earlier. The so-called Hasson decision not only raises important questions about the relationship between legal and political struggles, it also calls into question the constitutional foundations of equality and democracy. Continue reading >>
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Protecting Polish Judges from Political Control

After many years of judicial “reforms”, Kaczyński’s Poland may soon become the EU’s second authoritarian Member State, even as the European Court of Justice increasingly attempted to deal with different aspects of Kaczyński’s multi-pronged attacks on judicial independence. In Case C-791/19, the found the new disciplinary regime for Polish judges to be incompatible with EU law while in Case C-204/21 R, the Vice-President of the ECJ ordered the immediate suspension of the application of the legislative provisions governing the jurisdiction of the infamous “Disciplinary Chamber”. Continue reading >>
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One Step Forward: Cannabis Regulation in Mexico

On 28 June2021, the Supreme Court of Mexico declared with a general effect that an absolute ban on “recreational” marihuana use is unconstitutional. This was only the second time in history that the Supreme Court issued a general declaration of unconstitutionality, which represents a step forward in the long and winding road for a comprehensive cannabis regulation in Mexico. Continue reading >>
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Pride or Prejudice?

The joined cases IX v Wabe and MH Müller Handels GmbH offered the CJEU a second chance to heed the arguments raised against Achbita and reconsider its decision. Hopes that the Court would be willing to revise Achbita diminished significantly after AG Rantos’s disappointing Opinion in the case. Last week's decision in IX v Wabe to largely uphold Achbita was then also unsurprising, but nevertheless disappointing. Continue reading >>
19 Juli 2021

Polexit or judicial dialogue?

In the world of EU law, Poland and the rule of law, it was a wild third week of July. A series of events unfolded in Warsaw and Luxembourg, adding to the saga of Polish rule of law travails before courts. All levels of Polish government and bodies controlled by the ruling party have decried CJEU interim orders and judgments, indicating a complete lack of will to comply with EU law and CJEU rulings. Is a "Polexit" looming? Continue reading >>
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Die Stunde des Gesetzgebers

Im vergangenen Jahr aber hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mit dem PSPP-Urteil eine Dynamik in Gang gesetzt, die das Kraftfeld zwischen nationaler und supranationaler Verfassungsgerichtsbarkeit zur Entladung zu bringen und damit die gesamte Europäische Union irreparabel zu beschädigen droht. Tatsächlich legen dieser und weitere Konflikte gravierende Mängel in der Architektur des Verfassungsgerichtsverbunds offen – und zwar auf allen Seiten. Für die Bundesregierung liegt darin eine unerwartete Chance. Continue reading >>

All Eyes on LGBTQI Rights

In Fedotova v Russia, the ECtHR found that Russia overstepped the boundaries of its otherwise broad margin of appreciation because it had “no legal framework capable of protecting the applicants’ relationships as same-sex couples has been available under domestic law”. The case foreshadows a future wherein the familiar line of cases advancing the protection of same sex couples will need to be complemented by a jurisprudence that engages with the backslash against LGBTQI rights. Continue reading >>
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Die nackte weibliche Brust als Sittlichkeits- und Rechtsproblem

Ende Juni löste eine in Berlin lebende Frau einen Polizeieinsatz aus, weil sie bei hochsommerlichen Temperaturen am Wasserspielplatz „Plansche“ im Plänterwald mit freiem Oberkörper ruhte und ihre Brust auf Aufforderung der Parkaufseher hin nicht bedecken wollte. Das Argument, sie wolle mit Männern mit freiem Oberköper gleichbehandelt werden, wurde nicht akzeptiert. Ist ein Polizeieinsatz wegen einer unbedeckten weiblichen Brust an einem öffentlich zugänglichen Wasserspielplatz mit Liegewiese im Park eine staatlich zu verantwortende gleichheitswidrige Sexualisierung der weiblichen Brust? Continue reading >>
18 Juli 2021

Zündstoff für die Gleichheitsrechtsdogmatik

Gut vier Jahre nach den vieldebattierten und -kritisierten „Kopftuch-Entscheidungen“ Achbita und Bougnaoui hatte der EuGH am 15. Juli 2021 erneut über Kopftuchverbote in Form betrieblicher Neutralitätsregelungen zu entscheiden. In seiner jüngsten Entscheidung hat der EuGH seine offene Haltung gegenüber betrieblichen Kopftuchverboten durch seine zumindest punktuell relativiert, und liefert zugleich neuen Input für die Debatte um die Einordnung von Kopftuchverboten als unmittelbare oder mittelbare Diskriminierung, der die Rechtsposition kopftuchtragender Musliminnen langfristig stärken könnte. Continue reading >>
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16 Juli 2021

Bedarfsorientierte Sanktionen

In einer überraschenden Entscheidung hat das BVerfG die Sanktionen im Asylbewerberleistungsgesetz nicht für verfassungswidrig befunden: Im Mai, auf den Tag genau vier Jahre nach der angegriffenen Entscheidung des Bundessozialgerichts, hat die 3. Kammer des 1. Senats die hiergegen gerichtete Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen. Noch überraschender ist, dass der Nichtannahmebeschluss die in der Sanktionen-Entscheidung entwickelten Maßstäbe nicht aufgreift. Continue reading >>

Drei sind eins und eins sind wir

In einer Entscheidung vom 27. April argumentiert der Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts, dass die für ihn relevanten Grundrechtsebenen in Europa –Grundrechte-Charta der EU, EMRK und Grundgesetz – im Wesentlichen deckungsgleich seien und daher eine Prüfung unabhängig vom konkreten Maßstab zum selben Ergebnis führe. Wenn aber alle Grundrechtsebenen in Europa dem Grundgesetz entsprechen, kann das Bundesverfassungsgericht den Anspruch formulieren, dass seine Maßstabsbildung für den gesamten europäischen Grundrechtsschutz gelten soll. Continue reading >>

Will Russia Yield to the ECtHR?

On 13 July 2021, the European Court of Human Rights published its judgment in Fedotova and Others v. Russia, a case which concerned the lack of legal recognition of same-sex relationships in the Russian legal system. The judges found the Russian laws to be in violation of Article 8 – the right to respect for private and family life and Article 14 – prohibition of discrimination. However, it is highly unlikely that Russia will enforce the judgment. Continue reading >>
15 Juli 2021
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Ein Dilemma, kein Staatsstreich

Jetzt ist es also tatsächlich passiert: Das polnische Verfassungsgericht verneint in einem zentralen Bereich die Bindung an Entscheidungen des EuGH. Mit dem prinzipiellen Vorrang des Europarechts steht damit eine der fundamentalen Säulen der europäischen Integration in Frage. Ist der Vorgang vergleichbar mit dem, was das deutsche Bundesverfassungsgericht im PSPP-Urteil getan hat? Continue reading >>