„Der Sinn der ganzen Strategie“: Die AfD und eine offene Flanke der Thüringer Verfassung

Das Stellen der Vertrauensfrage durch einen im Laufe der kommenden Tage oder Wochen gewählten neuen Ministerpräsidenten in Thüringen würde der AfD erneut die Tür zur Desavouierung der parlamentarischen Spielregeln öffnen. Die demokratischen Parteien sollten daher vorgezogene Neuwahlen nur über den Weg einer Selbstauflösung des Landtages anstreben. Darüber hinaus wäre über eine Änderung widersprüchlicher Regelungen in der Thüringischen Verfassung nachzudenken.

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“Unlawful” may not mean rightless.

Article 4 of Protocol No. 4 ECHR is short. Its title reads “Prohibition of collective expulsion of aliens”, its text reads: “Collective expulsion of aliens is prohibited.” It comes as a historical disappointment that the European Court of Human Rights (ECtHR) in its decision in the case N.D. and N.T. v. Spain from 13 February 2020 distorts this clear guarantee to exclude apparently “unlawful” migrants from its protection. The decision is a shock for the effective protection of rights in Europe and at its external borders.

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Paving the Way for Undermining the Independence of UK’s Media

Two stories made the headlines in the United Kingdom last week. One concerns the exclusion of reporters from a briefing at Downing Street, the other a potential review of the BBC’s funding model. Both raise concerns over a declining culture of respect of media independence in the United Kingdom.

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Advertising: Global Constitutionalism (Journal)

Volume 8, Issue 3


November 2019


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Global Constitutionalism

Human Rights, Democracy and the Rule of Law

  • The constitutions of international organisations: How institutional design seeks to foster diplomatic deliberation
    DIANA PANKE, FRANZISKA HOHLSTEIN, GURUR POLAT
  • The transnational dimension of constitutional rights: Framing and taming ,private' governance beyond the state
    LARS VIELLECHNER
  • AND MORE ARTICLES..

Zwischen Neutralität und politischer Verantwortung

Wie weit geht die Neutralitätspflicht eines Regierungsmitglieds – und wo fängt der politische Meinungskampf als Parteipolitiker an? Dazu verhandelte der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts am 11. Februar 2020 und versuchte, die Grenzen der Äußerungsbefugnisse von Regierungsmitgliedern auszuloten.

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Kolevi: Bulgaria’s 10-Year Cat-and-Mouse Game with the Council of Europe and the Venice Commission

A cat-and-mouse game perfectly describes Bulgaria’s stubborn refusal to comply with Kolevi v Bulgaria, which requires a reform of Bulgaria’s Prosecutor’s Office, and it has been going on for a decade. The latest trick pulled out of the bag is quite original – Bulgaria’s government essentially asked Bulgaria’s Constitutional Court to clarify if some of the concerns raised by the Venice Commission were reasonable, and this court deemed the question admissible.

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Über die Wahrung der demokratischen Form

Ist es verfassungsrechtlich zwielichtig, wenn die Bundeskanzlerin die Wahl eines Landesministerpräsidenten kritisiert, weil sie zum einen nicht zuständig und zum anderen zu politischer Neutralität verpflichtet ist? FAZ-Redakteur Reinhard Müller behauptet dies und fordert, die "demokratische Form zu wahren". Was immer das bedeuten soll, es kann nicht heißen, politisch neutral zu sein. Hier verwechselt Müller, aber nicht nur er, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die Form der Demokratie ist die Form der Politik.

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Notruf 690: Die Obergrenze für die Bundestagsgröße als Verschlimm­besserung

Am vergangenen Freitag berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass ein Konzeptpapier der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag für die dringend notwendige Wahlrechtsreform vorsehe, die Bundestagsgröße auf 690 Mandate zu deckeln, während gleichzeitig die 299 Wahlkreise beibehalten werden sollen. Das Papier sehe drei Alternativen zur Ausgestaltung vor und werde noch in dieser Woche von den Fraktionsspitzen diskutiert. Während die erste Variante politisch kaum durchsetzbar sein wird, ist die zweite Variante verfassungsrechtlich heikel.

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Das Ende des Hufeisens

Es ist viel zu früh, um die Ereignisse in diesem Thüringer und deutschen Winter abschließend zu bewerten. Nicht zu früh ist es dafür, einige falsche Gewissheiten endgültig zu verabschieden. Die erste ist parteipolitischer Art, die zweite demokratie- und staatspolitischer Natur. Jedenfalls die zweite hat weitreichende juristische Implikationen.

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