Le gouvernement de soi et des autres: Zu Auftrittsverboten für türkische Regierungsmitglieder

Die hochproblematische Verfassungsreform in der Türkei führt innerhalb der EU zu ungewöhnlichen Allianzen: In seltener Einmütigkeit wird länderübergreifend von ganz rechts bis weit ins linke politische Spektrum hinein ein Auftrittsverbot für türkische Politiker gefordert. Das gefühlt häufigste Argument bemüht dabei die Souveränität: Man möchte die Kampagne der türkischen Regierung für ihre die Gewaltenteilung gefährdende Verfassungsreform nicht auch noch im eigenen Land haben. In einer pluralistischen Gesellschaft weckt solche Einmütigkeit Zweifel, die sich bei näherem Hinschauen verfestigen – und zwar in juristischer wie politischer Hinsicht.

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Bitte nicht reden! Auftritte ausländischer Regierungsmitglieder in Deutschland

Um die Auftritte türkischer Spitzenpolitiker in Deutschland zu verhindern, wurde bisher mit sicherheitsrelevanten Bedenken argumentiert. Doch es stellt sich die Frage: Was kann man tun, wenn man den Auftritt eines ausländischen Vertreters untersagen will, obwohl der Parkplatz groß genug und die Polizei ausreichend gegen Ausschreitungen gewappnet ist?

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Presidentialism à la Turka or what? The (missing) logic behind the constitutional amendments

Erdoğan’s efforts to inscribe his understanding of presidential domination into the Turkish constitution should not be mistaken for a systematic turn towards a presidential model of government. The inbuilt inconsistencies of the reform may well develop some serious unintended side effects causing political deadlock and institutional breakdown in the long run.

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New Constitutional Amendment Proposal in Turkey: A Threat to Pluralistic Democracy!

Turkey will hold a referendum on a fundamental constitutional reform, probably in April. The designed political regime is neither parliamentarism nor presidentialism. Although the government calls the new political regime as a “Turkish type of presidentialism” with a populist discourse; in reality, the new regime will bring a kind of “delegative democracy”, which is seen usually in the South American, sub-Saharan African and in central Asian countries.

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The Turkish Constitutional Court under the Amended Turkish Constitution

In March 2016, the Turkish Constitutional Court (TCC) ruled that the rights of the Turkish journalists Can Dündar and Erdem Gül had been violated, leading to their release from prison after three months. Recep Tayyip Erdoğan responded by criticizing the TCC sharply, questioning its existence and legitimacy. This had not been the first time over the last years, that the Court had been attacked. The constitutional amendments, that will be put to referendum in April 2017, seemed to be a golden opportunity to change the composition and cut back the broad competences of the TCC. Did the AKP-led Parliamentary Constitutional Committee seize this opportunity?

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Turkey’s draft constitutional amendments: harking back to 1876?

In the last month of 2016, Turkey’s ruling Justice and Development Party (AKP) and the fourth biggest party, the National Movement Party (MHP) unveiled a controversial new draft constitution which aims at a total system change. Initially, the most striking changes include the strengthening of the presidency with several new powers and no accountability to the judiciary. Furthermore, the way is cleared for Mr. Recep Tayyip Erdoğan to rule the country until 2029, and who knows – maybe even longer.

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Erdogan in Köln – Zumutungen des Versammlungsrechts II

Letzte Woche habe ich die Entscheidungen zu der Pro-Erdogan Kundgebung in Köln kommentiert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir der Auflagenbescheid des Polizeipräsidiums Köln nicht vor. Da es hierzu Fragen gab und der Bescheid mir nun zugänglich gemacht wurde, möchte ich meine bisherigen Ausführungen ergänzen.

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Erdogan in Köln: Zumutungen des Versammlungsrechts

Das Verbot, den türkischen Staatspräsidenten Erdogan per Videoübertragung vor Kölner Demonstranten reden zu lassen, weckt versammlungsrechtliche Zweifel. Will sich die rechtsstaatliche Demokratie nicht angreifbar machen, muss sie ihre eigenen Standards einhalten. Dies betrifft auch den Umgang mit antidemokratischen und rechtsstaatswidrigen Anfeindungen.

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Crackdown in der Türkei: einige Gedanken zur Ausreisefreiheit

Die türkische Regierung will nach dem gescheiterten Putsch sämtliche Hochschulangestellte des Landes daran hindern, ins Ausland zu reisen. Der Vorgang lenkt den Blick auf ein Recht, mit dem es gerade aus deutscher Perspektive eine ganz besondere Bewandtnis hat: das Recht auf Ausreisefreiheit.

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