Solidarity and Constitutional Constraints in Times of Crisis

While important, European solidarity cannot take place at the expense of safeguarding citizens’ economic and social rights under the Constitution of Finland. For this reason, the Finnish Government needs to remain alert to the risks involved in the increasing financial commitments given by Finland. Depending on their exact features, the constitutional problems relating to “corona bonds” might only be overcome by a risky and time consuming constitutional amendment procedure. This is the result of two days of deliberations by the Constitutional Law Committee of the Finnish Parliament relating to the euro group agenda dedicated to the COVID19 crisis.

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Are we SURE?

Das Ergebnis der letzten Videotagung der Eurogruppe hat scharfe Vorwürfe mangelnder europäischer Solidarität hervorgerufen. Einige Maßnahmen wurden vertagt; konkrete Vorschläge sollen nun in der kommenden Woche vorbereitet sein. In dieser Situation legt die Kommission ihren Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Schaffung eines Europäischen Instruments zur vorübergehenden Unterstützung bei der Minderung von Arbeitslosigkeitsrisiken in der durch den COVID-19-Ausbruch verursachten Krise (SURE) vor. Ist der Vorschlag mit dem Europarecht vereinbar?

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Mini-BOTs, complementary currencies and the European monetary malaise

On May 28th, the Italian Chamber of Deputies approved a resolution requiring the government to issue the so-called mini-BOTs. Under such a name, reference is made to Treasury bills issued in small denominations (in Euros), bearing no interest, with no expiry date, and which the Italian Exchequer would accept as a means of payment of taxes. The proposal has been predictably met with marked skepticism by European institutions and by the Italian Minister of Economy and Finance. However, the wisest move, in prudential, political and economic terms, would be that European institutions would embrace experimentation with complementary currencies, in genuine federal spirit.

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Alle Jahre wieder: die Geldpolitik der EZB vor Gericht

Nicht nur die Geräuschkulisse des Brexits absorbierte ein Stück weit die Aufmerksamkeit für das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Zulässigkeit des Anleihenkaufprogramms der EZB. Denn immerhin entschied Luxemburg damit über eine der nach wie vor seltenen Vorlagen aus Karlsruhe. Dazu mag auch beigetragen haben, dass seit der Stellungnahme des Generalanwalts Wathelet nicht mehr damit gerechnet wurde, dass der EuGH der Europäischen Zentralbank (EZB) einen sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung machen würde. Dennoch ist das Urteil aus einigen Gründen bemerkenswert.

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Merkel, Tsipras und die Schwierigkeit, das offensichtlich Richtige zu tun

In dem aktuellen Drama um Griechenland sehen sich zwei europäische Politiker mit der Erwartung konfrontiert, etwas offensichtlich Richtiges, aber gleichzeitig offenkundig Unmögliches zu tun. Alexis Tsipras soll aus Griechenland endlich einen funktionalen Staat machen, Angela Merkel soll Griechenland endlich aus der Schuldenfalle rauslassen. Wenn das so offensichtlich ist, warum tun sie es dann nicht? Ein großer Teil der Öffentlichkeit übt sich in personalisierender Kompetenz- und Motivationsdiagnostik. Ich halte einen anderen Punkt für interessanter.

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