Whittling Down the Collective Interest

On Friday 31 July, the Cypriot parliament voted against the Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) with Canada. This latest development in the ratification process of CETA illustrates perfectly how facultative mixity continuously frustrates our collective interest in seeing the development of a European public sphere by forcing the discussion on European issues in isolated national public spheres.

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Das CETA-Gutachten des EuGH – Neue Maßstäbe allerorten…

Das lang erwartete EuGH-Gutachten zu CETA hat eine große Menge offener Rechtsfragen adressiert (oder erst aufgeworfen). Zwei Punkte verdienen besondere Beachtung: Zum einen unterwirft der EuGH das auswärtige Handeln der EU einer vollumfassenden materiell-rechtlichen Anforderungs- und Überprüfungsdichte. Zum anderen macht der EuGH rechtlich nur schwer nachvollziehbare Ausführungen, die, konsequent zu Ende gedacht, die Handlungsmöglichkeiten der EU im modernen Völkerrecht erheblich einschränken dürften.

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Ist CETA der „Golden Standard“? EuGH hält CETA-Gericht für unionsrechtskonform

Das heute verkündete Urteil des EuGH im Gutachtenverfahren 1/17 war mit Spannung erwartet worden: Würde der Gerichtshof seine gegenüber internationalen Gerichten skeptische Haltung fortsetzen und auch ein CETA-Gericht neben sich nicht dulden? Der EuGH hat überrascht und erweist sich als großer Freund und Helfer der Bemühungen der Europäischen Kommission um eine Neugestaltung der Streitbeilegung in Investitionsschutzverfahren.

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Muss der österreichische Bundespräsident CETA ratifizieren?

„Sie werden sich wundern, was alles gehen wird.“ Dieses Zitat stammt nicht vom amtierenden Bundespräsidenten und ehemaligen Grünen-Politiker Alexander Van der Bellen, sondern seinem damaligen FPÖ-Gegenkandidaten Norbert Hofer. Umso überraschender erscheint es, dass nun Van der Bellen seine verfassungsmäßige Kompetenz aktiver wahrnimmt als seine bisherigen Amtsvorgänger: Er weigert sich vorerst, das CETA-Abkommen zu ratifizieren. Als Begründung nennt er die ausstehende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hinsichtlich Unionskonformität der darin vorgesehenen „Schiedsgerichte“.

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CETA’s Investment Court System and the Autonomy of EU Law: Insights from the Hearing in Opinion 1/17

On 26 June 2018, the European Court of Justice (ECJ) held its hearing in Opinion 1/17, which concerns the compatibility of CETA’s Investment Court System (ICS) with EU law. Due to the depth of the substantive issues covered and the length of hearing, this post only addresses the first of four questions posed to the ECJ by Belgium, which relates to the principle of autonomy. It is fair to say though that autonomy-related questions and arguments featured the hearing most prominently and may therefore be particularly contentious.

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In Praise of Limiting Democracy: a Defense of ISDS

With the UK Parliament debating CETA and the CJEU hearing arguments on the compatibility of EU law with the dispute resolution provisions, investor-state dispute resolution (ISDS) is very much in the news again. Many seem to be concerned about the integrity of the nation state, the ability of the people (within national boundaries) to order and determine their fates. Why should we not view ISDS as a threat to national wellbeing? The reason is that sometimes we need constraints on sovereign discretion.

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The Limited Immediate Effects of CJEU’s Achmea Judgement

It seemed that Court of Justice of the European Union wanted to make it short and sweet: It took the Grand Chamber in its Achmea Decision less than fifteen pages to conclude that Investor-State dispute settlement (ISDS), as we know it, shall belong to the past, at least in an intra-EU context. Finito della musica? Not quite!

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Todesstoß für autonome Investitionsschutzgerichte

Öffentliche Diskussionen sind kurzlebig: So schaute ganz Europa im Oktober 2016 gebannt auf das wallonische Regionalparlament, als dieses das CETA-Freihandelsabkommen mit Kanada zu blockieren drohte. Gegenwärtig besitzt der Freihandel auf unserem Kontinent mehr Freunde, was auch daran liegt, dass Donald Trump mit Schutzzöllen droht und wenig Europäer gerne dieselbe Politik verfolgen wie der US-Präsident. Mindestens ebenso wichtig wie Strafzölle auf europäischen Stahl oder amerikanischen Whisky bleibt freilich die Strukturfrage der Schiedsgerichtsbarkeit, die im Zentrum vieler Debatten um CETA und TTIP steht. Hier dürfte das jüngste EuGH-Urteil im Achmea-Verfahren sehr viel weitreichendere Folgen haben, als dies die deutsche Öffentlichkeit bislang realisierte.

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Kupierte Frei­handels­abkommen: Verfassungs­rechtliche Heraus­forderungen einer neuen Unionsstrategie

Bisher wurden die Mitgliedstaaten im Rahmen gemischter Abkommen bei allen Freihandelsverträgen der Union mit Drittstaaten eigenständige Vertragsparteien. Der Freihandel war damit keine ausschließliche Domäne der Union. Mit dieser Tradition wird die EU-Kommission unter ihrem Präsidenten Juncker nun brechen, wie sich aus unmissverständlichen Hinweisen in der Rede zur Lage der Union erkennen lässt. Was steht hinter diesem Paradigmenwechsel? Und ist er noch vereinbar mit dem Karlsruher Rechtsspruch, dass die mitgliedstaatliche Rechtssubjektivität nicht zu Gunsten einer staatsanalogen Union zurückweichen darf?

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The Singapore Opinion or the End of Mixity as We Know It

Last week on Tuesday, with its decision in Opinion 2/15, on the Union’s competence to conclude ‘new generation’ EU trade and investment agreements, the Court dropped a bombshell. The Court’s ruling is set to significantly simplify the EU’s international economic relations with third countries. If the Commission, the Council and the member states had demanded clarity as to which institutions may legitimately pursue the Union’s external action objectives in its commercial relations: clarity is what they earned. The decision indeed has the potential to greatly facilitate an ‘EU-only’ signing and conclusion of future EU trade agreements. At the same time, as we argue below, the Court’s reasoning entails a number of contradicting elements that may add confusion over the legal parameters of post-Lisbon EU external relations conduct.

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