Recht und Scham
„Die Scham muss die Seiten wechseln.“ Mit diesem Satz hat Gisèle Pelicot eine Debatte darüber ausgelöst, dass Scham längst nicht dort verortet ist, wo das Recht sie vermuten ließe.
Doch in welcher Beziehung stehen Recht und Scham überhaupt miteinander? Vor allem: Inwiefern beeinträchtigt Scham die Ausübung und Durchsetzung von Rechten und sollte das Recht darauf hinwirken, Scham abzubauen? Inwiefern darf das Recht Menschen gezielt beschämen, um seine Steuerungswirkung zu effektivieren? Und inwiefern ist Recht selbst von gesellschaftlichen Schamgefühlen getrieben? Das Symposium sucht nach (vorläufigen) Antworten auf diese weitgehend ungeklärten Fragen und will aufzeigen, dass es sich lohnt, die Rolle von Scham im und für das Recht stärker als bislang in den Blick zu nehmen. Herausgegeben von Paula Rhein-Fischer und Luna Rösinger.










