Die umkämpfte Freiheit der Wissenschaft
Wissenschaftsfreiheit ist zu einem politischen Konfliktfeld geworden. Die dramatischen Veränderungen der US-Forschungs- und Hochschulpolitik seit dem Amtsantritt des 47. US-Präsidenten wirken weit über die Vereinigten Staaten hinaus. Sie betreffen auch die deutsche Hochschullandschaft: durch internationale Verflechtungen, als mögliches Vorbild für rechtspopulistische Hochschulpolitik und weil auch hierzulande um das Verhältnis von Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit gerungen wird. Wie soll Wissenschaft mit Hassrede und Deplatforming umgehen? Muss sie dem Gemeinwohl dienen – oder setzt sie sich damit dem Vorwurf politischen Aktivismus aus?
Diese Konflikte geben Anlass, über die Entwicklungen in den USA hinaus nach Grundlagen, Grenzen und Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit zu fragen. Ihnen widmete sich eine vom Zentrum Liberale Moderne und der VolkswagenStiftung organisierte Tagung im Schloss Herrenhausen im Mai 2026. Das Symposium dokumentiert und vertieft die dort geführten Debatten in Beiträgen aus Philosophie, Rechtswissenschaft, Wissenschaftsforschung und politischer Theorie.












