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Wie die EU durch das Spitzenkandidatensystem ihre illiberalen Regime in Ungarn und Polen bekämpfen könnte
Die Europäische Union scheint unfähig zu sein, gegen die illiberalen Regime in Polen und Ungarn erfolgreich vorzugehen. Dabei hält sich der Irrglaube, dass die EU keine rechtlichen Mittel zur Verfügung habe, um gegen diese undemokratischen Staaten anzukämpfen. Dies ist nicht der Fall. Die EU hat und hatte schon immer die nötigen Mittel zur Hand, die jedoch auch tatsächlich genutzt werden müssten. Der notwendige Schritt, um dies zu garantieren, ist so einfach wie wirksam. Die EU muss das Spitzenkandidatensystem für die Europäische Kommission wiedereinsetzen.
Continue reading >>“Die meisten Dinge, die in Polen und Ungarn gelaufen sind, könnten ohne weiteres hier auch passieren”
"Wir haben gerade in zentralen institutionellen Fragen im Grundgesetz oftmals eine Unterbilanz an Konstitutionalisierung": ein Interview mit Klaus F. Gärditz zu Verfassungsgerichtsgesetz, Richterwahlen, Wahlrecht und anderen Feldern, wo eine entsprechend entschlossene Parlamentsmehrheit den Verfassungsstaat von innen nach außen stülpen könnte, ohne einen Buchstaben am Grundgesetz zu verändern.
Continue reading >>Warum das Flüchtlingsquoten-Referendum in Ungarn so eine erzfaule Sache ist
Von seinem Volk will Viktor Orbán wissen, ob sie die EU-Flüchtlingsquoten gut finden. Das sieht demokratisch aus, ist in Wahrheit aber genau das Gegenteil.
Continue reading >>Anti-Roma-Märsche in Ungarn: Staat muss Anzeichen auf Hasskriminalität nachgehen
Die Neonazi-Aufmärsche von Gyöngyöspata 2011 haben Ungarn eine Verurteilung vor dem EGMR in Straßburg eingebracht – und den Staaten Europas die klare Ansage, Hasskriminalität als HASSkriminalität zu verfolgen und die Augen vor rassistischen Motiven von Straftaten nicht zu verschließen.
Continue reading >>Junckers Scheidungs-Drohung gegen Ungarn: Noch nicht mal lustig
Jean-Claude Juncker hat in den letzten Wochen beachtliche Erfolge erzielt beim Verbreiten des Eindrucks, er sei bereit und in der Lage, die Europäische Union vor dem autoritären ungarischen Regierungschef Viktor Orbán zu beschützen. Sollte dieser die Todesstrafe in Ungarn einführen, so Juncker im SZ-Interview, so wäre dies ein "Scheidungsgrund". Was das heißen soll, erklärt er nicht (und es fragt auch keiner nach). Stattdessen betont er, dass seine Angewohnheit, Orbán mit dem Spitznamen "Diktator" zu begrüßen, als "Freundschaftsbeweis" zu verstehen sei.
Continue reading >>Doppelschlag: Zwei Europa-Gerichte gegen Ungarn
Kurz nach Viktor Orbáns spektakulärem Wahltriumph bekommt die ungarische Regierung [...]
Continue reading >>EU-Kommission v. Ungarn: Warum wir ein “System-Vertragsverletzungsverfahren” brauchen
Was kann die Europäische Union – und vor allem die Kommission - gegen Mitgliedsstaaten unternehmen, die sich nicht länger an die grundlegendsten europäischen Regeln halten? Die Frage drängt, weil bereits mehrere Mitgliedsstaaten uns bereits vor solche Herausforderungen stellen. Eine Vertragsreform könnte die Kommission stärken. Aber kann sie handeln, ohne abwarten zu müssen, bis sie nach einem langen und mühevollen Prozess der Vertragsreform neue Kompetenzen erhält? Kim Lane Scheppele schlägt einen neuen Ansatz vor, die schlichte Ausdehnung eines existierenden Mechanismus - des Vertragsverletzungsverfahrens.
Continue reading >>Ungarn kann doch nicht ganz machen, was es will
Ungarns Verfassungspolitik, den Lesern dieses Blogs wohl vertraut, hat heute [...]
Continue reading >>Ungarn – was tun?
Am Montag hat das ungarische Parlament ein Paket von Verfassungsänderungen [...]
Continue reading >>Ungarns Verfassungsgericht: Das Imperium schlägt zurück
Das ungarische Verfassungsgericht, so scheint es, ist trotz aller Versuche [...]
Continue reading >>Ungarn hat doch noch ein Verfassungsgericht
Das ungarische Verfassungsgericht ist nach der Beschneidung seiner Kompetenzen durch [...]
Continue reading >>Altersdiskriminierung: EuGH kippt Ungarns Justizreform
In Karlsruhe wird heute und morgen über fundamentale Verfassungsfragen verhandelt: [...]
Continue reading >>Ungarn, UK, USA: Wählen ist was für die besseren Leute
Eine Woche trennt uns noch vom Wahltag in den USA. [...]
Continue reading >>EU-Recht setzt Ungarns Isolation Grenzen (aber sehr, sehr weite)
EU-Mitgliedsstaaten müssen sich nicht vertragen. Aber ihr Streit darf nicht [...]
Continue reading >>Die Schande Ungarns ist auch unsere eigene
Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschenrechte. Das sind [...]
Continue reading >>Ungarns Verfassung kinderleicht erklärt
ZDF Logo ist schon was Tolles.
Continue reading >>Ungarns Mediengesetz ist verfassungswidrig
Vor etwa einem Jahr ging den meisten von uns hier [...]
Continue reading >>Ungarn-Slowaken: Ein Hoch auf die Brückenbauer
Slowaken, die eine andere Staatsbürgerschaft annehmen oder auch nur beantragen, [...]
Continue reading >>Ungarn: Zeit, die Handschuhe auszuziehen
Wie viel Schulden ein Staat aufnehmen soll, ist eine der [...]
Continue reading >>Ungarn: Orbán verdoppelt seinen Einsatz
Viktor Orbáns Versuch, seine Macht konstitutionell abzusichern, geht weiter: Das [...]
Continue reading >>Ungarn bekommt ein vernichtendes Zeugnis vom Europarat
Jetzt ist es offiziell: Die künftige ungarische Verfassung genügt nicht [...]
Continue reading >>Ungarn: Ein neuer Streich gegen das Verfassungsgericht
Orbán Viktor hat sich wieder etwas Schlaues ausgedacht. Es geht [...]
Continue reading >>Ungarn: Die Justiz begehrt auf
Zu den wenigen Veränderungen, die es während der “Debatte” im [...]
Continue reading >>Aufruf zu Ungarn
Christian Boulanger und ich haben einen Aufruf verfasst, um unserer [...]
Continue reading >>Ungarn: Eine Verfassung zum Fürchten
Ich bin gestern Abend in Budapest angekommen, habe mittlerweile mit [...]
Continue reading >>Ungarn: Der Entwurf der neuen Verfassung liegt vor
… wenn auch bisher nur auf ungarisch. Am 15. März [...]
Continue reading >>Ungarn: Kinderwahlrecht in die Verfassung?
Die ungarische Regierung, die mit ihrer Zweidrittelmehrheit dem Land eine [...]
Continue reading >>Ungarn und die Staatsbürgerschaft: Zurück ins Jahr 1914?
Das kann Europa in diesen schweren Zeiten so richtig gut [...]
Continue reading >>EU Law as the Law of European Society
In its decision Commission v Hungary, the CJEU’s plenary qualified EU law as the “common legal order of a society in which pluralism prevails”. Leaving pluralism aside, this blogpost explores possible meanings of the “of” in the first part of that formula. My exploration sketches four ever more foundational understandings: European society as the social field of EU law; EU law as expressing deep structures of that society; European society as generating EU law; and European society as the source of EU law’s authority.
Continue reading >>Pilze finden
Ich suche leidenschaftlich gerne Pilze. Ich laufe durch den Wald und lasse meinen Späherblick schweifen, bis er irgendwo hängen bleibt: Halt! Da stimmt was nicht. Das ist irgendwie auffällig, wie sich das Laub vom Vorjahr da ineinanderschichtet zwischen den Sonnenflecken. Da sind zwischen dem ganzen Erdbraun und Staubgrau merkwürdige, oft merkwürdig intensive Farben: ein Dottergelb, ein Samtbraun, ein Elfenbeinweiß. So finde ich Pilze, und so finde ich auch meine Ideen beim Schreiben. Seit Neuestem habe ich dabei jemanden/etwas an meiner Seite. Claude heißt er/es und tut fortwährend so, als wäre er ein Gefährte, ein Subjekt, ein Mensch.
Continue reading >>Eingebürgert und verstummt
Vor kurzem unterhielt ich mich mit in Deutschland geborenen Freund:innen über Zugehörigkeit, Identität und Staatsbürgerschaft. Schüchtern – und ein wenig stolz – erzählte ich, dass ich gerade erst die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte. Zugleich fragte ich mich, ob mich das tatsächlich zu einem gleichberechtigten Deutschen macht. Sofort entbrannte eine lebhafte Debatte. Meine Freund:innen versicherten mir charmant, dass es so etwas wie „Bio-Deutsche“ gar nicht gebe – das sei ein Gespenst der Vergangenheit. Doch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin zum Fall Abdallah A. nahm mir diese Gewissheit.
Continue reading >>Vereinnahmtes Vereinsgesetz
Immer häufiger tritt im Kampf gegen Rechtsextremismus ein Instrument aus dem Schattendasein hervor: das Vereinsverbot. Einem autoritär-populistischen Innenminister könnten Vereinsverbote als potentes Repressionswerkzeug gegen unliebsame Strukturen dienen. Denn sie kombinieren einen weiten Tatbestand mit freigiebigen Ermittlungsmöglichkeiten und weitreichenden Rechtsfolgen. Im Vereinsverbot laufen schlagkräftige Aspekte von Straf- und Verfassungsschutzrecht zusammen – verpackt im Mantel eines einfachen Verwaltungsverfahrens.
Continue reading >>Was uns einfällt
Am Anfang war kein Wort – sondern nur ein weißes Blatt. Als Leser:innen sind Sie meistens nur mit dem Endprodukt konfrontiert – unsere Autor:innen und wir beim Verfassungsblog hingegen mit diesem weißen Blatt. Doch was passiert eigentlich, bevor die Texte bei uns veröffentlicht werden? Die Frage beschäftigt uns intensiver, seit wir das Gefühl haben, dass KI das weiße Blatt für uns füllt. Wir werden dazu kurze Texte aus unserer Redaktion und von unseren Autor:innen teilen, die den kreativen Prozess beschreiben. Ich darf heute den Anfang machen.
Continue reading >>„Das Haftsystem ist in Libyen zu einer Industrie geworden“
Im Mai 2026 schloss der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) das Verfahren zur Bestätigung der Anklagepunkte gegen Khaled El Hishri ab, einen ehemaligen hochrangigen Offizier der libyschen Special Deterrence Force. Die Anklage richtet sich zwar gegen El Hishri persönlich und betrifft Taten, die zwischen 2014 und 2020 im Mitiga-Gefängnis in Tripolis begangen worden sein sollen. Gleichzeitig macht die Anklageschrift ein System sichtbar, dessen Strukturen weit schwerer zu durchdringen sind. Wir haben mit Allison West, Senior Legal Advisor beim European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), über die Komplexität des Verfahrens gesprochen.
Continue reading >>Fixing the Hungarian Bench
Péter Magyar swept away Fidesz and won a constitutional majority. Yet Orbán packed the courts with his people in the meantime. Should Magyar resort to another round of court-packing? First, legitimate court-packing must have a just cause and must be proportional. Second, the proportionality of such reactive court-packing should in general respect the “paired effect”, although a stronger response may sometimes be justified. Finally, Magyar should not aim just for returning to the status quo but should innovate and build a resilient judiciary that enjoys the trust of the Hungarian people.
Continue reading >>“Once the Lawyers Move In, You Know the Problem Is Serious”
Last July, the International Court of Justice delivered its unanimous advisory opinion on climate change – and it was unambiguous. Climate obligations are legal, substantive, and enforceable. Eighteen months after we first spoke with Marie-Claire Cordonier Segger, Tejas Rao and Markus Gehring from the University of Cambridge about the then-upcoming opinion, we asked them to take stock of what has actually changed: in courts, in multilateral diplomacy, and in the growing coalition of states willing to move ahead without waiting for the holdouts.
Continue reading >>„Wenn die Juristen kommen, wird es ernst“
Letzten Juli hat der Internationale Gerichtshof sein Gutachten zum Klimawandel vorgelegt – und es war eindeutig: Klimaschutzverpflichtungen sind rechtlich verbindlich und durchsetzbar. Anderthalb Jahre nachdem wir erstmals mit Marie-Claire Cordonier Segger, Tejas Rao und Markus Gehring von der Universität Cambridge über das damals bevorstehende Gutachten gesprochen hatten, haben wir nachgefragt: Was hat das Gutachten tatsächlich verändert? Und wie steht es um die globale Klimagovernance?
Continue reading >>Wesensgehalt, Würde, Werte
Wesensgehalt, Würde, Werte – so lautet der magische Dreiklang, mit dem der EuGH das ungarische Anti-LGBTQ-Gesetz zu Fall bringt. Dass es sich um Verletzungen absoluter, d.h. keiner Rechtfertigung zugänglicher verfassungsrechtlicher Garantien der Union handelt, verdeutlicht den Ausnahmecharakter des Falles. Der vorliegende Beitrag widmet sich den Fragen der Maßstäbe für Wesensgehalts-, Würde- und Werteverstöße. Der EuGH wartet dabei mit einem neuen Ansatz auf – doch hinsichtlich der Werte des Art. 2 S. 1 EUV beginnt die Suche nach passenden Maßstäben gerade erst.
Continue reading >>Dialektik des Sonderrechts
Am Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation lag dem Bundesrat heute zur ersten Beratung ein Gesetzentwurf vor, der Äußerungen über Israel nach neuen Gesichtspunkten unter Strafe stellen soll. Die Autoren des Entwurfs tragen die Verantwortung der Bundesrepublik für den Schutz jüdischer Menschen zwar wichtigtuerisch vor sich her, weisen sie aber mit dem, was sie regeln wollen, zugleich unbewusst weit von sich. Der politischen Logik des Sonderrechts entkommt man nämlich auch mit den besten Absichten nicht.
Continue reading >>The Human Trick
Heute, am Tag der Arbeit, ist ein guter Tag, um über die Arbeit nachzudenken, die wir selbst machen. Hier in der Redaktion des Verfassungsblogs spüren wir deutlich, dass sich gerade etwas verschiebt. Immer mehr Texte, die bei uns ankommen, lesen sich eigentümlich glatt. Diese KI-(de)generierten Texte stammen aus der schönen neuen Welt, doch haben sie keinen echten Ursprung. Sie wurden außerhalb des Körpers geboren: ohne den langwierigen und mühsamen Prozess, eine Idee zu empfangen, zu nähren und in die Welt zu bringen. Was ihnen fehlt, ist eine Person, die etwas erfahren, gelesen und wirklich durchdacht hat.
Continue reading >>The Red Lines of European Society
The Court of Justice ruled on 21 April 2026 that the Hungarian law portraying non-heterosexual and non-cisgender persons as dangerous violates the values enshrined in Article 2 TEU. The decision is historic. We focus on what we see as its two central innovations. First, after years of academic controversy, there is now clarity: Article 2 TEU itself is a justiciable provision that sets enforceable red lines as a separate ground in infringement proceedings. And second, the Court advances a collective singular to which it attributes the EU legal order: European society.
Continue reading >>Ein Mandat zur Selbstbegrenzung
Der Wahlsieg der TISZA in Ungarn ist historisch. Gerade deshalb verlangt er politische Zurückhaltung. Denn auch die von TISZA errungene Zweidrittelmehrheit ist nicht einfach Ausdruck eines schrankenlosen gesellschaftlichen Konsenses, sondern Ergebnis eines Wahlrechts, das bereits in vergangenen Wahlzyklen die jeweils stärkste politische Kraft unverhältnismäßig stark belohnte. Wie es zu diesem Umstand kam, verrät ein Blick in die Geschichte der ungarischen Wahlgesetze seit dem Systemwechsel von 1989/90.
Continue reading >>Den Missbrauch teurer machen
Was passiert, wenn in einem deutschen Bundesland die Exekutivgewalt in autoritär-populistische Hände fällt? Jeder weiß mittlerweile, dass das passieren kann – wahrscheinlich schon ziemlich bald. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird im September gewählt; in einem halben Jahr könnte die AfD zwei der 16 Landesjustizministerien kontrollieren. Wir schauen genau hin: Mit zusätzlichen Kapazitäten in der Redaktion begleiten wir beide Länder vor, während und nach den Wahlen – in einer eigenen Spotlight-Sektion auf dem Verfassungsblog.
Continue reading >>Winning an Election Doesn’t Give the Right to Disobey
Barbara Zeller argued on this blog that the way of re-liberalizing the Hungarian democracy is disobeying its Fundamental Law. She finds constitutional disobedience not only justified, but even legally required. I disagree. Disobeying the Constitution is neither politically opportune nor legally permissible. In a democratic society it might even be counter-productive and, as such, dangerous. To overcome the biggest challenge of the incoming government – dealing with the politically packed institutions – I propose cooperation, continuance, and reform rather than disobedience.
Continue reading >>Verordnete Werte
Der Europäische Gerichtshof hat am 21. April 2026 ein ungarisches Gesetz für unionsrechtswidrig erklärt, das in die Rechte nicht-heterosexueller Menschen eingreift. Erstmals bejaht das Gericht einen eigenständigen Verstoß gegen Art. 2 EUV, eine Norm, die die Werte aufzählt, auf denen die Union ruht. Damit baut das Gericht die Reichweite seiner Wertejudikatur erheblich aus und verschiebt die Statik des europäischen Verfassungsverbunds zulasten der Mitgliedstaaten. Das kann weder dogmatisch noch legitimatorisch überzeugen.
Continue reading >>Das Dilemma der Verrechtlichung
Jahrzehntelang funktionierte die Hochschulfinanzierung in Deutschland nach einem ungeschriebenen Konsens: Einigkeit in den Grundsätzen, Streit um die Details. Doch dieser Konsens ist brüchig. Das wirft die Frage auf, wie man die Hochschulfinanzierung jenseits gemeinsamer Überzeugungen schützen und sichern kann. Ein naheliegendes Instrument: das Recht. Zwar kann das Recht Wissenschaftsfreiheit gegen populistische Angriffe schützen, es ersetzt demokratische Deliberation aber auch durch rechtliche Verfahren und macht Gerichte zu politischen Akteuren.
Continue reading >>Cheers, Dear Friends!
Viktor Orbán, as it turns out, can indeed be voted out. And to that I raise my glass of champagne. Cheers, dear friends! The haunting is over – this particular haunting, at any rate. And yet: how much we learned from it and through it and about it. How many concepts were coined in its study. What is populism? That, right there, what they were doing in Hungary.
Continue reading >>Prost, ihr Lieben!
Viktor Orbán kann man, wie sich herausstellt, sehr wohl abwählen. Und darauf erhebe ich mein Glas. Prost, ihr Lieben! Der Spuk hat ein Ende, dieser spezielle Spuk jedenfalls. Was haben wir nicht alles gelernt von und durch und über ihn. Was haben wir nicht alles begriffen. Was ist Populismus? Das da, was die in Ungarn machen.
Continue reading >>Nach dem Kollaps
Zehn Jahre nachdem die ungarische Regierung ihre Kampagne gegen die Central European University begonnen hat, steht Ungarn nun an der Schwelle zu einem politischen Wendepunkt: Wahlen, die das von Fidesz errichtete System erstmals ins Wanken bringen könnten. Mit Oppositionsführer Péter Magyar an der Spitze der Umfragen bewahrheitet sich plötzlich eine alte Prognose. Zugleich drängt sich eine beunruhigendere Frage auf: Selbst wenn das System zusammenbricht – kann Ungarn einfach das wiederaufbauen, was sich einst als so anfällig für illiberale Vereinnahmung erwiesen hat?
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